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5.1 Variation & Plurizentrik

Peer Review: Marlon Merte
Erstellt: 11.11.2025
Geändert: 25.03.2026

„El español tiene muchas voces“ – Welches Spanisch lehre ich eigentlich?1

Wer Spanisch unterrichtet, steht früher oder später vor einer grundlegenden Frage: Gibt es ‚das Spanische‘ überhaupt – und wenn nicht, welches lehre ich?

Spanisch ist eine Weltsprache mit über 500 Millionen Sprecher:innen in mehr als zwanzig Ländern – von Spanien über Mexiko, Kolumbien und Argentinien bis nach Äquatorialguinea. Da nur ein kleiner Teil dieser Menschen in Spanien lebt, wird schnell klar: Es gibt nicht ‚das eine‘ Spanisch. Vielmehr bildet die Sprache ein komplexes Gefüge aus Varietäten, die regional, sozial und kulturell unterschiedlich verankert sind und sich gegenseitig beeinflussen.

Diese Vielfalt zeigt sich auf allen Ebenen: in der Aussprache, im Wortschatz, in grammatischen Strukturen und in typischen Redewendungen. Lautliche Unterschiede sind oft das erste, was Lernenden auffällt: Im größten Teil der spanischsprachigen Welt – fast ganz Hispanoamerika sowie Teile Spaniens – kennt das phonologische System keinen Interdentallaut, sodass caza und casa identisch als [ˈkasa] ausgesprochen werden; man spricht hier vom seseo (vgl. Kapitel Variation in der Aussprache). Grammatikalische Unterschiede sind mitunter weniger sichtbar, aber ebenso grundlegend: In großen Teilen Hispanoamerikas ist canté die gewöhnliche Vergangenheitsform in Kontexten, in denen im kastilischen Spanisch he cantado steht (vgl. Kapitel Variation im Gebrauch der Tempora), und ustedes übernimmt dort die Rolle von vosotros (vgl. Kapitel Variation in der Anrede). Auch in der Morphologie zeigen sich charakteristische Unterschiede: Während in Mexiko -ito/-ita die mit Abstand häufigste Diminutivendung ist, dominiert in weiten Teilen Kolumbiens und Kubas die Variante -ico/-ica, und Phänomene wie der leísmo – die Verwendung von le anstelle von lo als direktes Objekt – erweisen sich bei genauerer Betrachtung als regionalspezifisch kastilische Erscheinung, nicht als gesamtspanische Norm (vgl. Kapitel Variation in Morphologie und Syntax).

Traditionell orientierte sich der Spanischunterricht lange am sogenannten ‚peninsularen Standard‘, also an der in Spanien kodifizierten Norm, was sich bis heute an der Gestaltung von Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien erkennen lässt. Heute gilt diese einseitige Orientierung als überholt. Aus linguistischer Perspektive spricht man vielmehr von mehreren gleichberechtigten Standardvarietäten des Spanischen, ähnlich wie im Englischen weder das britische noch das amerikanische Englisch dem anderen ‚überlegen‘ ist.

Hispanophonie: Karte und Zahlen

Schau Dir auf einer Karte der Hispanophonie an, wie das Spanische weltweit verbreitet ist und welches (quantitative) Gewicht die einzelnen Länder gemäß ihrer aktuellen Sprecher:innenzahlen in der spanischsprachigen Welt haben. Entdecken

Für den Unterricht ist ein reflektierter Umgang mit dieser plurizentrischen Konstellation besonders wichtig. Lehrkräfte treffen nicht nur inhaltliche, sondern auch sprachliche Entscheidungen: Welche Varietät dient als Bezugspunkt? Wie geht man mit Unterschieden zwischen Schulbuchsprache, eigener bevorzugter Varietät und Lernendensprache um? Und wie lässt sich vermitteln, dass Variation ein normaler und wichtiger Bestandteil des Sprachgebrauchs ist?

Dieses Überblickskapitel führt die dazu nötigen Grundbegriffe ein. Die folgenden Kapitel vertiefen dann konkrete Variationsphänomene: Variation in der Aussprache erläutert anhand von Hörbeispielen aus authentischen Sprachsituationen die wichtigsten lautlichen Unterschiede – vom seseo über die Aspiration des /s/ bis zur Aussprache von <ll> und <y>. Variation in der Anrede behandelt die regional sehr unterschiedlich organisierten Anredesysteme rund um , vos und usted in der Singularanrede sowie ustedes und vosotros in der Pluralanrede. Das Kapitel Variation im Gebrauch der Tempora zeigt, wie sich der Gebrauch von perfecto compuesto und indefinido großräumig zwischen europäischem und hispanoamerikanischem Spanisch unterscheidet. Variation in Morphologie und Syntax gibt schließlich einen Überblick über weitere grammatikalische Unterschiede: von der geographischen Verteilung der Diminutivsuffixe -ito, -ico und -illo über den leísmo als regionalspezifisch kastilisches Phänomen bis zum (de)queísmo und der Pluralisierung von haber.

Variation: Wie Sprachen variieren – und warum das wichtig ist2

Sprachen sind nie einheitlich. Sie bestehen aus einer Vielzahl von Ausdrucksformen, die je nach Ort, sozialem Umfeld und Situation unterschiedlich gebraucht werden. Diese Vielfalt bezeichnet man als Variation. Sie ist kein Zeichen von Unordnung, sondern ein Grundmerkmal lebendiger Kommunikation.

Auch das Spanische existiert nicht als eine einheitliche Sprache, sondern als Netzwerk verschiedener Varietäten, die sich in Aussprache, Wortschatz, Grammatik und Gebrauch unterscheiden. Für den Unterricht bedeutet das, dass die Lernenden dem Spanischen in unterschiedlichen sprachlichen Realitäten begegnen. Die Auseinandersetzung mit dieser Vielfalt trägt zu realistischer Sprachkompetenz und interkulturellem Verständnis bei.

Die Sprachwissenschaft ordnet diese Vielfalt, indem sie drei zentrale Dimensionen sprachlicher Variation unterscheidet, die sich auf den Raum, die Gesellschaft und die Kommunikationssituation beziehen:

Dimension Beschreibung Beispielhafte Ausprägung
diatopische Variation regionale Unterschiede innerhalb einer Sprache ordenador (Spanien) vs. computadora (Hispano­amerika)
diastratische Variation soziale Unterschiede nach Bildung, Alter oder sozialer Zugehörigkeit Bildungssprache, Jugendsprache
diaphasische Variation situationsabhängige Unterschiede nach Nähe, Formalität oder Kommunikationsziel formelle vs. informelle Register

Mitunter wird zudem eine weitere Dimension separat von der diaphasischen Variation betrachtet: die diamesische Variation, die eng mit der Unterscheidung zwischen konzeptioneller Nähe- und Distanzsprache verbunden ist. Sie beschreibt, wie sich Sprache je nach Kommunikationsform und Medium verändert – also ob sie mündlich oder schriftlich, spontan oder geplant realisiert wird – und wie sich dies auf Wortwahl, Satzbau und Stil auswirkt.

Darüber hinaus wird häufig auch eine eigenständige Perspektive auf den zeitlichen Wandel sprachlicher Strukturen eingenommen: die diachrone Variation. Sie zeigt, wie sich Sprachformen historisch verändern und entwickeln (vgl. Kapitel Sprachwandel).

Diese Ebenen greifen ineinander. Eine Form kann zugleich regional, sozial und stilistisch markiert sein. Wer sich mit Variation beschäftigt, betrachtet Sprache daher als dynamisches System, das in Abhängigkeit von Raum, Gesellschaft und Kommunikationssituation ständig unterschiedliche Ausdrucksweisen hervorbringt.

Variation im Unterricht

Im Unterricht lässt sich sprachliche Variation aufgreifen, wann immer sich Gelegenheiten ergeben – beim Arbeiten mit Hörtexten aus unterschiedlichen Regionen, beim Vergleich von Wortschatz oder bei der Reflexion über Anredeformen. Entscheidend ist dabei nicht die erschöpfende Behandlung aller Varianten, sondern eine klare Haltung: Unterschiede zwischen Varietäten werden sichtbar gemacht und eingeordnet, aber nicht bewertet.

Was ist eine Standardsprache – und wozu brauchen wir sie im Unterricht?2

Eine Standardsprache ist die gesellschaftlich – oft auch nur implizit – vereinbarte Norm einer Sprache. Sie legt fest, welche Ausdrucksformen in der formellen Kommunikation als vorbildlich und in der Schriftsprache als verbindlich gelten. Sie ist das Ergebnis von impliziten oder expliziten Auswahlprozessen, bei denen zwischen alternativen Ausdrucksvarianten entschieden wird. Linguistisch betrachtet handelt es sich bei einer Standardsprache aber nicht per se um eine ‚bessere‘ Sprache, sondern um eine Varietät, die den Sprecher:innen als Orientierung und Referenz dienen soll.

Für den Fremdsprachenunterricht erfüllt die Standardsprache eine praktische Funktion: Sie bietet Orientierung beim Aufbau kommunikativer Kompetenz und schafft Vergleichbarkeit in Lehrwerken und Prüfungen. Entscheidend ist, dass sie als didaktisches Werkzeug verstanden wird, also als eine von mehreren möglichen Ausdrucksformen innerhalb einer sprachlichen Vielfalt. Lange Zeit wurde ausschließlich die in Spanien gepflegte Standardsprache als Referenz und damit als Zielvarietät verwendet.

Was heißt Plurizentrik?

Spanisch gilt heute als plurizentrische Sprache. Das bedeutet, dass neben dem in Spanien kodifizierten Standard mehrere nationale Standardvarietäten existieren. Sie entwickeln jeweils eigene Vorstellungen davon, was als angemessener und vorbildlicher Sprachgebrauch gilt. Jede nationale Varietät dient im jeweiligen Land als Referenzrahmen, ohne sich notwendigerweise stark von den Nachbarstandards zu unterscheiden.

Das in Spanien dominierende Standardspanische war lange Zeit alleinige Referenz. Heute werden jedoch auch in Hispanoamerika nationale Standards weitgehend als gleichwertig anerkannt, selbst wenn nicht überall eigene normative Grammatiken oder Wörterbücher vorliegen. Plurizentrik bedeutet in diesem Sinne: Die Normbildung erfolgt nicht zentral, sondern mehrere gleichberechtigte Zentren entwickeln ihre eigenen Normen – getragen von gesellschaftlicher Praxis, medialer Präsenz und sprachlicher Tradition.

Auch andere Sprachen sind plurizentrisch, etwa Englisch (Großbritannien, USA, Australien, etc.) oder Portugiesisch (Portugal, Brasilien, Angola). Das Spanische zeigt dabei eine besonders ausgeprägte Plurizentrik, da es in über zwanzig Ländern eine offizielle und normgebende Rolle spielt. Ein ähnliches Modell findet sich auch im Deutschen (Deutschland, Österreich, Schweiz), wenngleich in der Germanistik meist der Begriff pluriareal präferiert wird.

Das Schulbuchspanisch – eine Perspektive im Wandel1

In vielen Bildungszusammenhängen gilt bis heute die in Spanien gebräuchliche Standardvarietät als ‚besonders korrekt‘ – ein Erbe historischer und gesellschaftlicher Wertungen, nicht linguistischer Argumente.

Mit der zunehmenden Anerkennung des plurizentrischen Charakters des Spanischen verändert sich dieses Bild. Die internationale Zusammenarbeit der Akademien – insbesondere im Rahmen der política lingüística panhispánica – hat die Idee gestärkt, dass es mehrere gleichwertige normative Zentren gibt und dass sprachliche Einheit nicht auf Vereinheitlichung, sondern auf Kooperation beruht.

Für den Unterricht bedeutet das einen Perspektivwechsel: Eine plurizentrische Sichtweise ersetzt das alte Modell des ‚richtigen Spanisch‘ durch ein bewusstes Verständnis sprachlicher Vielfalt. Lehrkräfte können Lernenden zeigen, dass Variation zur Normalität gehört – und dass jede Standardvarietät ihre eigene Legitimität besitzt.

Standardvarietäten im Vergleich – Zentren und Asymmetrien1

Nicht alle nationalen Standardvarietäten des Spanischen genießen dasselbe internationale Prestige oder dieselbe Sichtbarkeit. Das in Spanien kodifizierte Standardspanische besitzt aufgrund seiner langen literarischen und kulturellen Tradition eine besonders hohe institutionelle Sichtbarkeit. Die in Hispanoamerika entstandenen Standardvarietäten sind dagegen das Ergebnis jüngerer historischer Prozesse und sind – je nach Größe und kulturellem Einfluss des Landes – unterschiedlich sichtbar und wiedererkennbar. Hervorzuheben sind dabei zwei häufig genannte Zentren: Mexiko und Argentinien.

Mexiko hat die größte spanischsprachige Bevölkerung und stellt ein bedeutendes Medienzentrum dar. Durch Synchronfassungen internationaler Filme, Telenovelas, Streamingproduktionen und journalistische Formate prägt Mexiko einen faktischen panamerikanischen Referenzstandard, der grenzüberschreitend verstanden und oft als relativ ‚neutral‘ wahrgenommen wird. Typische Merkmale sind solche, die häufig mit dem hispanoamerikanischen Spanisch im Allgemeinen assoziiert werden: die landesweite Verwendung von ustedes als Plural der Anrede sowie panamerikanisch verbreiteter Wortschatz wie computadora oder celular. Argentinien stellt ein kulturell starkes Zentrum des Südens mit klar emanzipierter Norm dar. Charakteristisch sind voseo in Flexion und Anrede (vos querés statt tú quieres) sowie lautliche Merkmale, die medial und kulturell stark präsent sind. Der argentinische Standard prägt den gesamten Río-de-la-Plata-Raum und dient dort als anerkannte Referenz in Bildung, Medien und Literatur.

Daneben bestehen in allen spanischsprachigen Ländern eigene nationale Standardvarietäten, die jeweils den Maßstab für formellen Sprachgebrauch im eigenen Land bilden. Diese Standards sind jedoch nicht immer scharf voneinander abgrenzbar: Viele Merkmale sind überregional verbreitet, und Unterschiede zeigen sich eher in der Häufigkeit bestimmter Varianten als in exklusiven Merkmalen. So kann etwa die Aspiration oder Elision von /s/ in einem Land häufiger auftreten als in einem anderen, ohne dass sie als alleiniges Kennzeichen einer Varietät gilt. Neben Spanien, Mexiko und Argentinien spielt auch Kolumbien – insbesondere durch seine medial stark präsente Aussprachenorm in Bogotá – eine wichtige Rolle. Weitere nationale Standards, etwa in Chile, Peru, Paraguay oder Ecuador, besitzen geringere internationale Reichweite, sind aber institutionell legitim und gesellschaftlich normbildend.

Das Gesamtbild zeigt eine deutliche Asymmetrie unter den hispanophonen Zentren: Spanien bleibt institutionell stark, während die amerikanischen Zentren durch demografische Dynamik, Medienproduktion und kulturelle Eigenständigkeit zunehmend an Gewicht gewinnen.

Unidad en la diversidad – die panhispanische Sprachpolitik

Seit den 1990er Jahren verfolgen die Real Academia Española (RAE) und die Asociación de Academias de la Lengua Española (ASALE) gemeinsam eine política lingüística panhispánica. Unter dem Leitmotiv unidad en la diversidad betonen die Akademien ausdrücklich, dass das Spanische eine plurizentrische Sprache ist, und erkennen an, dass es mehrere gleichberechtigte normative Zentren gibt. Spanien stellt damit nicht länger die alleinige Referenz für korrekten Sprachgebrauch dar; Einheit und Vielfalt gelten als komplementäre Prinzipien derselben Sprachkultur.

Das Ziel der heutigen Kodifizierungsarbeit besteht darin, die spanische Sprache in ihrer gesamten geographischen Breite zu beschreiben, zu dokumentieren und fortlaufend zu aktualisieren, ohne dabei Varietäten zu hierarchisieren. Diese Haltung prägt die gemeinsamen Referenzwerke: die Nueva gramática de la lengua española (2009, aktualisierte Ausgabe 2025), das Diccionario panhispánico de dudas (2005, 2. Ausgabe 2025) und das Diccionario de americanismos (RAE/ASALE 2010). Die fortlaufende Zusammenarbeit aller Akademien zeigt, dass Normpflege heute als dynamischer, kooperativer und inklusiver Prozess verstanden wird: Grundlage ist nicht zentrale Steuerung, sondern die gemeinsame Verantwortung für eine vielfältige, aber geeinte Sprache.

Dass die Linguistik (und die heutigen Sprachakademien) Varietäten als strukturell gleichwertig beschreibt, bedeutet nicht, dass Sprecher:innen sie auch so wahrnehmen. Im Gegenteil: Sprachliche Einstellungen bzw. Bewertungen – sogenannte actitudes lingüísticas – gehören zu den wirkungsmächtigsten Faktoren dafür, welche Varietäten als ‚korrekt‘ oder ‚schön‘ gelten und welche stigmatisiert werden. Wer an deutschen Schulen Spanisch unterrichtet, kennt dieses Phänomen aus der eigenen Sprachgemeinschaft: Sächsisch und Bairisch lösen im Deutschen sehr unterschiedliche Reaktionen aus, obwohl beide linguistisch gesehen vollwertige Varietäten sind. Im Spanischen sind diese Bewertungsmuster nicht weniger wirksam – und für eine plurizentrisch informierte Unterrichtspraxis ist es wichtig, sie zu kennen und einordnen zu können.

Was halten die hispanohablantes für das ‚beste‘ Spanisch?

Spracheinstellungen sind keine individuellen Geschmacksfragen, sondern diskursiv vermittelte Bewertungsmuster, die in Bildungsinstitutionen, Medien und Alltagskommunikation weitergegeben werden. Die perzeptive Varietätenlinguistik und die attitude-Forschung untersuchen, wie Sprecher:innen sprachliche Varietäten wahrnehmen, kategorisieren und bewerten – und wie diese Bewertungen soziales Handeln beeinflussen (Caravedo 2014).

Eine großangelegte Studie zu Spracheinstellungen in allen zwanzig hispanophonen Ländern (Chiquito/Quesada Pacheco 2014) fördert dabei aufschlussreiche Widersprüche zutage: Befragt nach dem Land, in dem am ‚korrektesten‘ Spanisch gesprochen werde, nannten Befragte aus fast allen Ländern Spanien oder Kolumbien – auch dann, wenn sie zuvor die eigene Varietät als besonders schön oder ausdrucksstark bewertet hatten. Die eigene Sprechweise wird also oft als identitätsstiftend geschätzt, aber gleichzeitig an einer externen, als prestigeträchtig empfundenen Norm gemessen.

Besonders deutlich zeigen sich sprachideologische Muster in den Vorstellungen davon, was ‚gutes Sprechen‘ ausmache. Befragte in Ecuador etwa nannten Kriterien wie „hablar como se escribe“, „no tener acento“ oder „no usar términos de lenguas indígenas“. Solche Aussagen sind linguistisch nicht haltbar – kein Mensch spricht akzentfrei, und Kontaktphänomene sind Teil jeder lebendigen Sprache –, aber sie offenbaren, wie eng Sprachbewertung mit sozialer Hierarchie, schulischen Traditionen und althergebrachten Stereotypen verflochten ist.

Der Fachbegriff glotofobia bezeichnet die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Sprechweise. Für den Spanischunterricht ist das Thema in doppelter Hinsicht relevant: Zum einen sollten Lehrkräfte vermeiden, bestimmte Varietäten implizit als minderwertig zu behandeln. Zum anderen bietet die Reflexion über Spracheinstellungen – auch über die eigenen – einen produktiven Unterrichtsgegenstand, der metalinguistische Kompetenz fördert und sich gut an Erfahrungen mit Dialektbewertung im Deutschen anknüpfen lässt.

Vielfalt im Unterricht – was Plurizentrik praktisch bedeutet1

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was ein varietätenbewusster Umgang für die Unterrichtspraxis konkret bedeutet. Ein plurizentrischer Unterricht bedeutet nicht, alle Varietäten gleichzeitig zu lehren, sondern sprachliche Vielfalt bewusst zu thematisieren.

Ein Unterricht, der die plurizentrische Struktur des Spanischen ernst nimmt, braucht keine neue Grammatik, sondern bewusste Normtransparenz. Lehrkräfte wählen eine Arbeitsnorm, benennen sie offen und machen deutlich, dass andere nationale Standardvarietäten ebenso gültig sind – so entsteht Orientierung ohne Hierarchie. Da jede Lehrkraft sprachliche Entscheidungen trifft, oft unbewusst, lohnt eine kurze Reflexion: Welche Varietät prägt mein Sprachbild – und wie bewusst ist diese Wahl im Unterricht?

„Mi acento mexicano es parte de mi identidad como docente“

„Como estudiante de profesorado latina en una universidad alemana, la gente suele asumir automáticamente que una de mis dos asignaturas es ‘español’. De hecho, llegó un punto en el que ya ni siquiera me preguntaban qué materias estudiaba, sino que directamente me atribuían la materia y solo preguntaban: ‘¡Ah! ¿Español y qué otra materia?’

Ahí, de algún modo, tenía que romper con la idea de la otra persona y contestarles que ninguna de mis materias era ‘español’. Cada vez que lo decía, recibía exactamente la misma mirada: la cabeza ligeramente inclinada, como si tuvieran una pregunta que yo no podía responder. Más bien, como si mi respuesta no los hubiera dejado satisfechos. Así que, para romper con el ligero aire de incomodidad, añadía algo más: ‘En realidad no estudio ‘español’ porque tendría que enseñar castellano, pero yo hablo la variante mexicana. Y siendo sincera, nunca me planteé seriamente estudiar ‘español’’.

Eso era una mentira. La verdad es que claro que me lo había planteado, sobre todo después de dar clases de ‘español’ en Estados Unidos y sorprenderme de lo mucho que lo disfrutaba. Pero la idea de pararme frente a una clase fingiendo un acento y representando una variedad que no me corresponde no se me hacía algo que pudiera transmitir de forma genuina. A su vez pensaba: ‘¿A quién en Alemania le interesaría específicamente mi variedad? Tiene más sentido que aprendan el español peninsular por la cercanía de las regiones’. Así que dejé esa idea encerrada en una especie de ‘cajón mental’.

Todas las líneas de pensamiento por las que pasé indicaban que, si me quería dedicar al español como maestra en una escuela alemana, habría solo una manera legítima de hacerlo, y la mía no encajaba con la norma. Así que ese cajón mental se quedó cerrado y olvidado.

Hasta que hice mis primeras prácticas. En un recreo, conociendo a los maestros por primera vez, un maestro me hizo la misma pregunta del principio. Y, una vez más, el mismo diálogo salió de mí como las primeras cien veces que me hicieron esa pregunta. Pero por primera vez recibí una respuesta diferente: ‘No es cierto que debas enseñar el español peninsular. Tú puedes enseñar tu variante del español y nadie puede obligarte a cambiarla’.

En ese momento el cajón —la posibilidad de reaprender, redescubrir y representar mi lengua— se abrió. Me di cuenta de que quizás algún día podría ayudar a cuestionar esa idea tan errada de que solo se puede enseñar una versión del español. Porque en un mundo globalizado como el de hoy, no se puede reducir la enseñanza del español a una sola forma, ni mucho menos a un solo acento considerado como el ‘neutral’ o el ‘correcto’. El idioma es diverso, vivo, móvil, y eso debería reflejarse en la didáctica también.

No se trata solo de una cuestión lingüística. También está en juego quiénes tienen el derecho de enseñar, de hablar, de ser escuchados. En el sistema educativo alemán, como en muchos otros, persisten aún modelos lingüísticos y culturales que favorecen la idea de neutralidad, estrechamente ligada a lo blanco, lo europeo y lo normado. Frente a eso, la presencia de docentes migrantes, de personas con historias de desplazamiento o de estudiantes que crecen hablando otras lenguas en casa no es solo una excepción estadística. Es un desafío profundo a las estructuras que determinan qué saberes son válidos (e igualmente cuáles no) y quiénes pueden transmitirlos.

Para muchas personas migrantes o racializadas, enseñar con su propia voz, su propia historia y sus propias variantes lingüísticas no es simplemente una lección didáctica. Es la posibilidad de ocupar un espacio profesional sin tener que renunciar a su identidad y sin tener que adaptarse constantemente a modelos que no los representan.

En un contexto donde aún se espera —implícita o explícitamente— que la integración pase por la homogeneización, ocupar ese espacio desde lo auténtico y lo propio es una manera de ampliar los márgenes de lo que las instituciones consideran ‘correcto’, ‘válido’ o ‘enseñable’.

Enseñar desde la diversidad no es una concesión progresista. Es una necesidad pedagógica en un aula marcada por la globalización, la migración, el pluricentrismo y la multiplicidad de voces.“

— Renata Freyre Castro

Plurizentrische Ansätze lassen sich auf verschiedenen Ebenen des Unterrichts umsetzen. Entscheidend ist, dass Lernende die Vielfalt wahrnehmen, einordnen und wertschätzen können – nicht, dass sie alle Varianten aktiv beherrschen. Ziel ist vielmehr eine rezeptive Varietätenkompetenz: die Fähigkeit, verschiedene Varietäten zu verstehen und einzuordnen, ohne sie selbst übernehmen zu müssen. Konkret lässt sich das auf verschiedenen Wegen umsetzen: durch den Einsatz von Hörtexten aus unterschiedlichen Ländern, die Lernende anhand einfacher Raster vergleichen – etwa zur Frage, ob ein auslautendes -s hörbar ist oder wie <ll> und <y> realisiert werden (vgl. Kapitel Variation in der Aussprache); durch die Gegenüberstellung regionaler Anredesysteme, z.B. anhand der Frage, ob in einem Hörtext , vos oder usted verwendet wird (vgl. Kapitel Variation in der Anrede); oder durch die Beobachtung morphosyntaktischer Unterschiede wie des leísmo oder regionaler Diminutivformen in authentischem Material (vgl. Kapitel Variation in der Morphosyntax). Auch kurze Reflexionsphasen zur Frage, was als ‚richtiges Spanisch‘ gilt und woran sich diese Einschätzung festmacht, fördern Sprachbewusstheit, ohne Überforderung auszulösen. Kurze Steckbriefe zu Varietäten, die Lernende selbst recherchieren und erstellen, können diesen Zugang ergänzen.

In einem plurizentrischen Unterricht zählt nicht, welche Variante verwendet wird, sondern ob sie konsequent und situationsgerecht eingesetzt wird; Varietätenunterschiede gelten daher nicht als Fehler, sondern als Ausdruck sprachlicher Vielfalt und sollten als solche niemals korrigiert, sondern – wenn möglich – bewusst thematisiert werden (vgl. Kapitel Fehlerlinguistik).

Zusammenfassung

Spanisch ist eine plurizentrische Sprache mit mehreren gleichwertigen Standardvarietäten. Diese Vielfalt ist kein Problem, sondern die Grundlage für sprachliche Realität und Unterrichtspraxis. Standardvarietäten dienen im Unterricht als Orientierung, ohne dass man andere Varietäten als ‚weniger korrekt‘ darstellen sollte. Dabei ist zu bedenken, dass Sprecher:innen Varietäten nicht neutral wahrnehmen: Spracheinstellungen – actitudes lingüísticas – sind wirkmächtige, diskursiv vermittelte Bewertungsmuster, die auch den Unterricht prägen und reflektiert werden sollten. Entscheidend ist, bewusst mit dem Thema umzugehen, für sich eine eigene ‚Arbeitsnorm‘ festzulegen, sie offenzulegen und andere Varianten mitzudenken. Ziel ist eine rezeptive Varietäten­kompetenz: Lernende sollen Unterschiede verstehen und einordnen können, ohne jede Variante aktiv zu beherrschen. Varietätenunterschiede sind keine Fehler, sondern Ausdruck sprachlicher Vielfalt; Bewertung orientiert sich daher an Kohärenz und Kontextangemessenheit, nicht an einer vermeintlich ‚richtigen Norm‘.

Wer mehr wissen will …

Wer mehr über die Herkunft des Begriffs Plurizentrik erfahren möchte, findet zentrale Bezugspunkte bei Stewart (1968 [1962]); vertiefende Systematisierungen bieten Arbeiten zu Standard Englishes (Joseph 1987; Trudgill & Hannah 2017 [1982]). Als Klassiker gilt der internationale Band von Clyne (1992).

Wer die spanische Perspektive vertiefen möchte, findet im Anschluss an Thompson (1992) einschlägige Studien von Lebsanft (1998, 2004, 2007), Bierbach (2000), Oesterreicher (2000), Pöll (2021), Polzin-Haumann (2005) und Amorós-Negre (2012, 2014). Für Überblick und Konzepte wie asymmetrische Plurizentrik sowie multipolaridad (Lara 2004) bieten die Sammelbände von Lebsanft / Mihatsch / Polzin-Haumann (2012), Muhr (2016a, 2016b) und Greußlich / Lebsanft (2020) Orientierung. Tacke (2024a; 2024b) betrachtet ergänzend, wie sich Standardisierung auch jenseits formeller Kodifizierung vollzieht: Informelle, regionale und mediengestützte Normbildungsprozesse führen zur Herausbildung sogenannter Neo-Standards. Den aktuellen Forschungsstand zum institutionellen Diskurs und zur norma panhispánica fassen Greußlich / Lebsanft (2020) und Greußlich (2022) zusammen; einen kompakten Gesamtüberblick liefert auch Prifti (2021).

Aktuelle Nachschlagewerke wie die Nueva gramática de la lengua española (RAE/ASALE 2009; aktualisierte Ausgabe 2025), das Diccionario panhispánico de dudas (2005/2025) und das Diccionario de americanismos (RAE/ASALE 2010) spiegeln diesen Wandel. Sie dokumentieren Variation und repräsentieren die von der RAE und der ASALE gemeinsam entwickelte política lingüística panhispánica – ein modernes Modell der kooperativen Normpflege unter dem Leitprinzip unidad en la diversidad (vgl. u.a. Tacke 2011).

Wer sich mit den Spracheinstellungen von Hispanophonen gegenüber den eigenen und fremden Varietäten auseinandersetzen möchte, findet in Chiquito / Quesada Pacheco (2014) empirische Daten aus allen zwanzig hispanophonen Ländern. Einen theoretischen Rahmen für die Frage, wie Sprecher:innen Varietäten wahrnehmen und bewerten, bietet die perzeptive Varietätenlinguistik, grundlegend dazu Caravedo (2014).

In der Fremdsprachendidaktik gewinnt seit einigen Jahren die Idee einer rezeptiven Varietätenkompetenz (nach Reimann 2010ff.) an Bedeutung. Sie bezeichnet die Fähigkeit, verschiedene nationale und regionale Standardvarietäten zu verstehen und kontextuell einzuordnen, ohne sie aktiv erlernen oder verwenden zu müssen. Praxisorientierte Beiträge bieten Moreno Fernández (2010, 2015, 2017) sowie die Bände Varietäten im Fremdsprachenunterricht (Leitzke-Ungerer & Polzin-Haumann 2017) und La diversidad del español y su enseñanza (Hernández Muñoz et al. 2021).

Auch Korpora mit authentischem Sprachmaterial bieten einen wichtigen Zugang zur hier behandelten Variation. Das CO.RA.PAN-Korpus (Tacke 2026) stellt standardnahe Varietäten aus dem gesamten hispanophonen Raum mit Audio zur Verfügung und eignet sich besonders für vergleichende Hörübungen im Unterricht. Ergänzend bietet das PRESEEA-Korpus Daten gesprochener Sprache aus verschiedenen Regionen und sozialen Gruppen. Für groß angelegte, panhispanische Analysen eignet sich zudem das CORPES XXI der RAE, das umfangreiche schriftliche und mündliche Daten zur Untersuchung (auch seltener) grammatischer und lexikalischer Variation bereitstellt.

Literatur

  • CO.RA.PAN Corpus Radiofónico Panhispánico
  • DPD Diccionario panhispánico de dudas
  • CORPES XXI Corpus del Español del Siglo XXI
  • NGLE Nueva gramática de la lengua española
  • PRESEEA Proyecto para el Estudio Sociolingüístico del Español de España y de América
  • Amorós-Negre, Carla (2012): „El pluricentrismo de la lengua española ¿un nuevo ideologema en el discurso institucional? El desafío de la glosodidáctica“, Revista internacional de lingüística iberoamericana 10, 127–147. Online: https://www.jstor.org/stable/41678488
  • Amorós-Negre, Carla (2014): Las lenguas en la sociedad. Madrid: Síntesis.
  • Bierbach, Mechtild (2000): „Spanisch – eine plurizentrische Sprache? Zum Problem von norma culta und Varietät in der hispanophonen Welt“, Vox Romanica 59, 143–170.
  • Caravedo, Rocío (2014): Percepción y variación lingüística. Enfoque sociocognitivo. Madrid / Frankfurt: Iberoamericana / Vervuert.
  • Chiquito, Ana Beatriz & Quesada Pacheco, Miguel Ángel (Hg.) (2014): Actitudes lingüísticas de los hispanohablantes hacia el idioma español y sus variantes. Bergen: Bergen Language and Linguistics Studies (BeLLS), 5. Online: https://bells.uib.no/index.php/bells/issue/view/161
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  • Greußlich, Sebastian (2022): „The Pluricentricity of Spanish in the Americas – Current Perspectives on Variety Dominance, Standardization, and the Media“. In: Muhr, Rudolf et al. (Hg.): Pluricentric Languages in the Americas. Graz/Berlin: PCL-Press, 47–74.
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  • Moreno Fernández, Francisco (2010): Las variedades de la lengua española y su enseñanza. Madrid: Arco / Libros.
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  • Oesterreicher, Wulf (2000): „Plurizentrische Sprachkultur – der Varietätenraum des Spanischen“, Romanistisches Jahrbuch 51, 287–318. DOI: https://doi.org/10.1515/roja-2000-0139
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  • Polzin-Haumann, Claudia (2005): „Zwischen unidad und diversidad. Sprachliche Variation und sprachliche Identität im hispanophonen Raum“, Romanistisches Jahrbuch 56, 271–295. DOI: https://doi.org/10.1515/9783110186529.271
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  • Prifti, Elton (2021): „Hacia el pluricentrismo: moldeamientos modernos del español en América“. In: Eckkrammer, Eva Martha (Hg.): Manual del español en América. Berlin / Boston: De Gruyter, 183–206. DOI: https://doi.org/10.1515/9783110334845-012

  • Real Academia Española / Asociación de Academias de la Lengua Española:
    — (2005): Diccionario panhispánico de dudas. Madrid: Santillana.
    — (2009–2011): Nueva gramática de la lengua española. 3 Bde. Madrid: Espasa. Online: https://www.rae.es/gramática/
    — (2010): Diccionario de americanismos. Madrid: Espasa.
    — (2025): Diccionario panhispánico de dudas. 2.ª ed. Madrid: Santillana. Online: https://www.rae.es/dpd/
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Dieses Kapitel zitieren

Hesral Sánchez, Laura / Falcone, Riccarda / Tacke, Felix (2026): „Variation & Plurizentrik“. In: Tacke, Felix (Hg.): Linguistik im Spanischunterricht. Ein digitales Lehrbuch für (angehende) Lehrkräfte. Marburg: Philipps-Universität Marburg, S. 55–68.
Online: linguistik.hispanistica.com
DOI: https://doi.org/10.17192/openumr/598


  1. (Mit-)Autorin: Laura Hesral Sánchez. 

  2. (Mit-)Autorin: Riccarda Falcone.